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“ Von der Anfängen der Rhythmik um 1900 zu musikpädagogischen Konzepten der Gegenwart“

Veranstaltet vom Institut Rhythmik Hellerau e.V.

in Kooperation mit der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden,
unterstützt durch HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden
und Freunde, Förderer und Alumni der Hochschule für Musik Dresden e.V.

RESÜMEE 12. INTERNATIONALE RHYTHMIKWERKSTATT UND AUSBLICK 2014

Am Sonntag, den 29.9.2013 ging in Dresden die 12. Internationale Rhythmikwerkstatt zu Ende. Gastgeber war das Institut Rhythmik Hellerau e.V., in diesem Jahr in Kooperation mit der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Die heimische Hochschule war auch aktiv durch Dozenten (Workshops von Annette Jahns und Prof. Wolfgang Lessing), Studierende und Alumni vertreten. Die vierzig TeilnehmerInnen erlebten vier Tage lang Workshops, Vorträge und Performances.

Das diesjährige Thema: Von den Anfängen der Rhythmik um 1900 zu musikpädagogischen Konzepten der Gegenwart stieß auf großes Interesse und wurde durch Persönlichkeiten bearbeitet, die als fachliche Koryphäen und Buchautorinnen auf ihren Gebieten gelten. So war vom Orff-Institut Salzburg Prof. Barbara Haselbach zu Gast, das Dalcroze-Institut in Genf vertrat Prof. Marie-Laure Bachmann und Prof. Mag. Eleonore Witoszynskyj von der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien sprach über die Nachfolge der Rhythmikschule Hellerau-Laxenburg und die aktuellen Anforderungen einer zeitgemäßen Rhythmikausbildung an ihrer Universität. Der Vortrag „Dalcroze, Orff, Kodaly – und Konfuzius“ von Prof. Reinhard Ring aus Hannover lenkte den Blick auf spannende Aspekte der aktuellen Musikpädagogik in China. Die Entwicklung der Rhythmik in Dresden in den letzten zwei Jahrzehnten reflektierten durch Vorträge und Arbeitsbeispiele Maria Poyiaju-Fink sowie Prof. Christine Straumer, die als Leiterin des Institut Rhythmik Hellerau e.V. auch als Initiatorin und Gastgeberin der Internationalen Rhythmikwerkstatt fungierte. Zwei ehemalige Absolventinnen der Dresdner Rhythmikausbildung stellten außerdem ambitionierte künstlerische Projekte vor, was einmal mehr den Bogen von der Spurensuche zur lebendigen Gegenwart der Rhythmik schlug.

Im Forum zur „Theorie und Praxis bewegungsorientierter musikpädagogischer Konzepte“ wurde festgestellt, dass mit der Aufnahme des Studienganges Rhythmik an der Dresdner Musikhochschule 1990 eine im deutschlandweiten und internationalen Vergleich bedeutsame Entwicklung begann, die mit Gründung des Institut Rhythmik Hellerau e.V. 2002 ein dauerhaftes Instrument erhielt, um die Verbindung zwischen Wissenschaft, Pädagogik und der lebendigen Praxis der Rhythmik zu fördern.

Einen weiteren Schritt stellt nun der neue Kooperationsvertrag des Institut Rhythmik mit HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden dar, der mit Beginn des Jahres 2014 an der Wiege der Rhythmik – dem Festspielhaus Hellerau – eine regelmäßige Veranstaltungstätigkeit vorsieht. So können die Besucher im LA boratorium LA Rhythmique ab Januar 2014 Aufführungen der Rhythmikstudenten erleben oder an der Rhythmikarbeit mit Kindern, Behinderten oder Senioren teilnehmen. Auch die Rhythmikwerkstatt wird im September 2014 wieder im Festspielhaus stattfinden.

Von den Teilnehmern der diesjährigen Rhythmikwerkstatt wurde an das Institut Rhythmik Hellerau e.V. (deutschlandweit die einzige eigenständige Rhythmikinstitution und Mitglied im internationalen Verband F.I.E.R.) die Erwartung herangetragen, im Jahr 2015, zum 150. Geburtstag von Jaques Dalcroze, in Dresden wieder eine große Internationale Rhythmikwerkstatt auszurichten: Basierend auf einer vielfältigen Rhythmikszene vor Ort, mit internationaler Ausstrahlung und Anbindung an die weltweit lebendige Rhythmikszene!

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THEMA 
VON DEN ANFÄNGEN DER RHYTHMIK UM 1900 ZU MUSIKPÄDAGOGISCHEN KONZEPTEN DER GEGENWART

26. – 29. September 2013

Die Rhythmikwerkstatt „Dalcroze 2013“ thematisiert zweierlei: Es werden einerseits die Auffassungen zur Bedeutung der Bewegung in der gegenwärtigen musikpädagogischen Debatte hinterfragt. Andererseits sollen „klassische“ Positionen von Dalcroze und anderen großen Musikpädagogen des 20. Jahrhunderts, wie Orff, Kodaly oder Gordon, vermittelt und diskutiert werden.
In den letzten Jahrzehnten haben sich in der Musikpädagogik zahlreiche aktive und erlebnisorientierte Verfahren bewährt. Die Rhythmik, die auf Dalcroze zurückgeht und von vielen Persönlichkeiten weiterentwickelt wurde, hat darin einen wichtigen Platz. Sie ist das ältestes dieser modernen Methoden aktiver Musikerziehung. Den Gefahren einer Ideologisierung, welcher die Rhythmik wie andere elementare pädagogische Ansätze ausgeliefert sind, wird durch begründete Erkenntnisse und dem Üben von Fertigkeiten begegnet. In diesem Sinne ist  Rhythmik/EMP als Integration aktiver Musikpädagogik zu verstehen.
Rhythmik 2013 richtet sich an Musikpädagogen, und alle, die mit Tanz und Theater arbeiten und Musik über die Bewegung besser erleben und gestalten möchten.
Diese Rhythmikwerkstatt kooperiert mit der Hochschule für Musik Dresden, um besonders mit den Alumni der Hochschule in Kontakt zu treten.
Ich freue mich, viele ehemalige Studierende und langjährige TeilnehmerInnen der Rhythmikwerkstätten sowie Interessierte und Neugierige begrüßen zu können!
Ihre/Eure Prof. Christine Straumer 1. Vorsitzende des Institut Rhythmik Hellerau im Namen des Vorstandes

PROGRAMM DER 12. INTERNATIONALEN RHYTHMIKWERKSTATT 

Impulsreferat + Workshops mit Babara Haselbach, Wolfgang Lessing, Christine Straumer, Marie-Laure Bachmann, Annette Jahns + Symposium mit Reinhard Ring, Wolfgang Lessing, Angniezka Kus, Marie-Laure Bachmann, Katarzyna Gorczynska + Projektvorstellungen und Performances mit der Behindertenwerkstatt Lebenshilfe Bischofswerda (Ltg. Anke Vetter), Grundschule Hellerau (Ltg. Maria Poyiadji-Fink) und Kinderklasse der Hochschule für Musik Dresden (Ltg. Christine Straumer) + Kolloquium + Alumnitreffen

Veranstaltungsort:
Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden,
Wettiner Platz 13, 01067 Dresden

 

ABLAUF DER 12. INTERNATIONALEN RHYTHMIKWERKSTATT

(Stand Stand 25.6.2013)

Räume: Bewegungsraum, 407, Probebühne, großer Konzertsaal (Sonntag)

DO 26.9.2013 
Anreise
ab 14.00 Eintragung der Teilnehmer
15.00 Uhr Eröffnung mit Impulsreferat und Org.
16.00 – 17.30
18.00 – 19.30
Workshops
Haselbach / Laure-Bachmann / Lessing / Straumer / Jahns / N.N.
20.00 Uhr Tänze für Groß und Klein
Straumer u.v.a
FR 27.9.2013 
9.00 – 9.45 Uhr warm up Gorzynska
10.00 – 11.30
12.00 – 13.30
15.00 – 16.30
17.00 -18.30
Workshops
Haselbach / Laure-Bachmann / Lessing / Straumer / Jahns / N.N.
19.00 Uhr Vortrag von Studienarbeiten und Projekten
SA 28.9.2013
9.00 – 9.45 Uhr warm up Gorzynska
10.00 Uhr Vorträge zur Theorie und Praxis der Lehrinhalte
mit Haselbach (Orff), Laure-Bachmann (Dalcroze), Lessing (Kodaly)
12.00 Uhr Kurse
Verbindung Dalcroze – Kodaly
Verbindung Dalcroze – China
Rhythmisches Solfege für Kinder
Verbindungen der Methoden
ANSCHLIEßEND DISSKUSSIONSRUNDE, MODERATION LESSING
16.30 – 18.00 Uhr Workshops
19.00 Uhr Alumnitreffen
S0 29.9.2013 
10.00 Uhr Präsentation
Szenen aus „100 Jahre Grundschule Hellerau“ und Szenen aus tierisch musikalisch und Kindergarten Hellerau
11.00 Uhr Präsentation
Behindertenwerkstatt Bischofswerda mit Anke Vetter
anschließend gegen 12.30 Uhr Kolloquium
14.00 Uhr Ende

Änderungen möglich!!!